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Der Heidengraben bei Grabenstetten

Dieses Thema im Forum "Reiseberichte & Ausflüge" wurde erstellt von Dr.Devil, 30. Juni 2017.

  1. Damit Matthias mit seinen Schwarzwaldreportagen nicht zum Alleinunterhalter wird möchte ich auch mal wieder einen kleinen Reisebericht beisteuern. ;)

    Der diesjährige Familienausflug führte auf die schwäbische Alb zum sog. Heidengraben.

    Dies ist eine Hochfläche zwischen Grabenstetten und Erkenbrechtsweiler am Rande der Schwäbischen Alb. Beim Heidengraben handelt es sich um ein keltisches Oppidum, also um ein Siedlungsgebiet der Kelten und soweit ich das verstanden habe mit eines der größten nördlich der Alpen bzw. überhaupt.

    Das besondere an dieser Wanderung ist, dass sie zum einen immer auf einer Höhe verläuft und auf recht kurzer Strecke (vielleicht 10-12km) ganz schön viel zu sehen ist. Das macht es auch für Kinder interessant.

    Los ging es am Wanderparkplatz beim Burrenhof Richtung Norden. Hier wandert man gemütlich über die Hochfläche vorbei an Wiesen

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    einem Steinbruch

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    noch ne (Blumen) Wiese :rolleyes:

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    bevor man dann auf Höhe von Erkenbrechtsweiler an den Albtrauf kommt.
    Da gehts dann zum Teil spektakulär runter

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    Der Weg bleibt aber oben und führt jetzt immer am Albtrauf entlang mit teils spektakulären Ausblicken.
    Nach kurzer Zeit kommt man aber zunächst mal an einem Startplatz für Drachenflieger und Paraglider vorbei. Da gibt es natürlich auch immer was zu schauen :)

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    Und immer wieder führt der Weg an Aussichtsfelsen vorbei

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    Die schauen alle nach Westen zum Zwischenziel der Wanderung der Burg Hohenneuffen
    wohin es wegen der Thermik auch die Paraglider hin geweht hat.

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    In der jetzigen Form hat sie weniger etwas von einer mittelalterlichen Burg. Sie wurde im Laufe der Jahrhunderte zu einer Landesfestung ausgebaut. Trotzdem gibt es da noch immer verwinkelte Ecken und dunkle Gänge, die zu Kasemmatten führen und erkundet werden wollen

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    Und habe ich eigentlich schon die schöne Aussicht erwähnt :rolleyes:

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    Und stärken kann man sich aber auch. Der Burghof beherbergt ein Restaurant und aber auch einen Biergarten mit Kiosk Betrieb :cool:

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    Ab der Festung geht es wieder in südlicher Richtung zurück. Der Weg führt aber immer weiter am Albtrauf entlang und bietet auch hier weitere Sehenswürdigkeiten u.a. kommt man an einem sog. Molach vorbei, einem kleinen Feuchtgebiet, das sich auf einem Überrest eines Vulkanschlotes gebildet hat :eek:

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    Was es nicht alles gibt o_O

    Und eine Höhle gibt es aber auch noch zu finden und zu besuchen, die Barnberg Höhle

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    Wir waren den Weg ja zweimal gegangen zur Vorbereitung des eigentlichen Familienevents und ich muss gestehen, wir haben die Höhle bei der Generalprobe nicht gefunden, obwohl ich diese kannte und man sich nach menschlichem Ermessen da auch nicht vertun kann (der Weg geht ja immer an der Hangkante entlang) und ich wusste es gibt ein Hinweisschild...:oops:

    Beziehungsweise, ich habe sie dann schon gefunden, oder zumindest die Abzweigung, aber erst so spät, dass meine Kids schon keinen Bock mehr hatten weiter durch den Wald zu stiefeln...

    Ich löse das hier auch nicht auf, vielleicht geht ja der eine oder andere auch mal diesen Weg, dann soll die Spannung erhalten bleiben ;)
    Seit dem haben meine Kinder jedenfalls einen ganz anderen Bezug zu Grenzsteinen :D
    Mein Höhlenführer gab als einzigen sachdienlichen Hinweis, dass der Weg zwischen Grenzstein 23 und 24 abgehen würde...:confused:

    Jedenfalls, so schaut sie aus - die Höhle - in natura :)

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    Nix spektakuläres, knapp 50 Meter lang, gut aufrecht begehbar, nur ganz hinten gehts etwas runter und es kann rutschig sein, aber ein Licht braucht man schon, ist ne wilde Höhle

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    Allemal spannend so eine Höhlenbegehung. :cool:
    Und wer da auf den Geschmack gekommen ist, ein paar Kilometer weiter gibt es weitere exrem spannende Höhlen, die (zumindest teilweise) auch gut und gefahrlos begangen werden können. Ich denke an die Gustav-Jakobs Höhle und die Falkensteiner Höhle, die zumindest auf den ersten knapp 100 Meter begangen werden kann ohne nasse Füße zu bekommen :D

    Was ich jetzt bei der Erstellung des Berichtes gemerkt habe. Vom namensgebenden Ziel der Wanderung, dem Heidengraben habe ich gar nichts fotografisch erfasst. :rolleyes:
    Es gibt da schon an verschiedenen Stellen Hinweistafel, die z.B. auf Überreste von Befestigungswällen hinweisen. Ich meine an einer Stelle ist auch ein Tor, das auf die Hochfläche führte, nachgebildet.

    Also ihr seht, eine Wanderung mit vielen Facetten und Themen, da geht das eine oder andere schon mal verloren

    Soweit von mir :)

    Grüße Jürgen
     

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